| Verdauung! |
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Die tägliche Nahrung, die Sie zu sich nehmen hat einen langen Weg vor sich. Sie durchläuft das „längste Organ“ des Körpers, das Verdauungsorgan. Ca.6 m Länge oder bis zu 72 Stunden liegen zwischen der Nahrungsaufnahme und der Toilette. Eine funktionierende Verdauung hängt von richtigen Lebensmitteln und mehreren Begleitfaktoren ab. In erster Linie sollte man auf eine ballastreiche Nahrung achten, die vor allem aus Brot, Reis, Nudeln, Gemüse und Obst bestehen soll. Diese haben nicht nur einen hohen Gesundheitswert für den Darm, sondern auch für das Immunsystem. Tierische Lebensmittel, wie Fleisch, Eier oder Käse, die in unseren Breiten hauptsächlich genossen werden, sind frei von Ballaststoffen und sollten daher mit pflanzlichen Produkten kombiniert werden. Auch Yoghurtprodukte, Sauermilch, und Buttermilch fördern die Verdauungs- und regen die Darmtätigkeit an. Neben der Aufnahme von „fester Nahrung“ muss dem Körper auch genügend Flüssigkeit zugeführt werden, die hauptsächlich aus Wasser, Fruchtsäften oder Kräutertees bestehen soll und zwar mindestens 11/2 l pro Tag. Der Verdauungsvorgang „allein“ funktioniert schwer, denn „ein träger Bauch verdaut nicht gern“. Tägliche Aktivitäten, wie Stiegensteigen, Bauchmuskelübungen, Joggen oder Nordic Walking verkürzt die Durchlaufzeit der Nahrung durch den Körper. Der lange Weg der Verdauung beginnt bereits im Mund, wo der Nahrungsbrei durch langes Kauen und mit dem Speichel vermischt, gründlich zerkleinert wird. Über die Speiseröhre gelangt der Brei in den Magen, wo er durch Beimengung von Magensäure für den Dünndarm, dem Zentrum der Verdauung vorbereitet wird. Hier beginnt die eigentliche Arbeit. Milliarden von Zellen sorgen dafür, dass die Nährstoffe, die in der Nahrung vorhanden sind für den Organismus aufbereitet werden. Der Nahrungsbrei wird durch Verdauungssäfte in kleinste Teile zerlegt, damit er die Darmwand passieren und in die Blutbahn gelingen kann. |
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Der Körper benötigt diese Nährstoffe für die Energiegewinnung und für alle Stoffwechselaktivitäten. Die unverdaulichen Substanzen wandern weiter in den Dickdarm, wo aus diesen dann der Stuhl produziert wird. Während der Dickdarmpassage wird dem Stuhl Wasser entzogen und dadurch eingedickt. Wird dem Körper zuwenig Flüssigkeit und Ballaststoffe zugeführt, liegt zusätzlich Bewegungsmangel oder starker Stress vor, so kommt es zur Darmträgheit, die wiederum zur Verstopfung führt, die leider zu oft mit Abführmitteln bekämpft wird. Eine normale Verdauung hängt nicht unbedingt mit täglichem Stuhlgang zusammen. Auch eine Entleerung an jeden 2. tag kann noch als normal angesehen werden. Erst bei einer Stuhlentleerung seltener als 2x die Woche wird von einer Verstopfung oder Darmträgheit gesprochen, die wiederum durch Eigeninitiative (Flüssigkeitszufuhr, Ballaststoffe, Bewegung) in den Griff zu bekommen ist. Tritt trotzdem kein Erfolg ein, muss dies unbedingt durch einen Arzt abgeklärt werden, da bei ca. 10% der Fälle organische Ursachen vorliegen können. |
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Bei familiärer Belastung (Darmkrebs) und nicht erklärbarer Darmträgheit oder auch bei lang anhaltendem Durchfall, der auf Behandlungen nicht anspricht, würde ich zur sicheren Abklärung eine Colonoskopie empfehlen. |
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