| Tinnitus |
|
Ca.8% der Österreicher leiden an Tinnitus, dem quälenden Ohrensausen, das die Lebensqualität eines Menschen massiv beeinträchtigen kann. Es leitet sich vom lateinischen ab und bedeutet klingeln. Dieses Klingeln kann an Lautstärke zu – oder abnehmen und ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter, der einem zur Raserei bringen kann. Der Tinnitus kann sich als Dröhnen, Summen, Zischen oder Sausen präsentieren, was zusätzlich zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen führen kann. Manche Personen können dadurch sogar in Depressionen verfallen. In den häufigsten Fällen sind die Ohrengeräusche subjektiv, also nur vom Betroffenen wahrgenommen. In einzelnen Fällen sind sie objektiv nachweisbar (mit Messgeräten), wie z.B. bei Verengung der Halsschlagader. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom einer dahinter liegenden Errankung. Die Ursache kann harmlos sein, wie ein verlegter oder ein entzündlicher Gehörgang. Weiters kann eine Mittelohrentzündung, eine Verletzung des Trommelfells, ein Knalltrauma, ein Hörsturz oder ein Tumor am Hörnerv einen Tinnitus auslösen. Ferner können Verengungen der Halsschlagader, erhöhter Blutdruck, ständige Lärmbelastung und Stress zu Ohrgeräuschen führen. Deshalb ist es wichtig ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen zu führen, einen Hörtest durchzuführen, und wenn nötig auch ein MRT des Kopfes, zum Ausschluss eines Tumors, um eine gezielte Therapie erstellen zu können. |
|
|
Der Tinnitus kann in 3 Stadien eingeteilt werden.
|
|
Für die Therapie stehen uns mehrere
Möglichkeiten zur Verfügung; und hängt natürlich von der Ursache
der Erkrankung ab. Ist das Ohrensausen Ursache einer Erkrankung,
wird zunächst diese behandelt (z.B. Mittelohrentzündung mit
Antibiotika). |
|
|