Testosteron, das Hormon des Mannes! 

Testosteron ist das wichtigste Geschlechtshormon des Mannes, das im Hoden produziert wird. Dieses Hormon ist einerseits notwendig für die Entwicklung von Hoden, Prostata und Penis, andererseits für die Behaarung, tiefe Stimme, richtige Fettverteilung und Samenbildung. Auch Frauen benötigen Testosteron, jedoch nur ein Hundertstel der Menge des Mannes. Mit zunehmendem Alter wird immer weniger Testosteron produziert, es kann zu einem Mangel kommen. Dies kann zum Auftreten von Hitzewallungen, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Reduktion der Konzentration und der Merkfähigkeit, zu Schlafstörungen und reduzierten Verlangen nach Sex führen. Im schlimmsten Fall können auch Depressionen, Erektionsstörungen und Impotenz auftreten. Den angesprochenen Testosteronmangel nennt man in der Medizin „Hypogonadismus“ und ist eine Erkrankung des mittleren Lebensalters des Mannes. Die Produktion des Hormons nimmt ab dem 35. Lebensjahr langsam ab und kann ab dem 50. Lebensjahr zu den oben angeführten klassischen Symptomen führen. Doch nur die wenigsten suchen zu diesem Zeitpunkt einen Arzt auf und teilen Ihm alle Symptome mit. Der eine klagt nur über depressive Verstimmung und wird mit einem Antidepressivum behandelt, der andere klagt über Erektionsstörungen und bekommt Potenz stärkende Mittel. Dadurch wird das Übel nicht an der Wurzel angepackt, es verstreicht unnötige Zeit bis  sich der Verdacht eines Testosteronmangels erhärtet. Dieser kann leicht durch einen Bluttest eruiert werden. Liegt der Wert unter der Minimalgrenze kann mit einer Hormonersatztherapie begonnen werden.

Diese gibt es in Form von Gels, Kapseln oder Injektionen( im Abstand von 3 Monaten). Die Wirkung tritt relativ schnell ein und zwar nach ca. 10 Tagen. Lehnt jemand die Hormonersatztherapie ab, gibt es eine Alternative um die Produktion des Testosterons wieder anzukurbeln (oder den Hormonmangel vorzubeugen). Die Alternative lautet regelmäßig (mindestens 3x die Woche) Ausdauersport betreiben, wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Auch Sex kann den Testosteronspiegel erhöhen, allerdings nur dann, wenn er regelmäßig „leidenschaftlich“ betrieben wird. Außer durch den normalen Alterungsprozess kann der Hormonschwund durch Alkoholmissbrauch, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus und Rheuma beschleunigt werden.Bevor jedoch eine Hormonersatztherapie eingesetzt wird, muss der sinkende Testosteronspiegel genauestens abgeklärt werden, denn sonst könnte bei unsachgemäßer Zufuhr des Hormons eine Überdosierung viele Riken mit sich bringen, wie Arteriosklerose und psychische Abhängigkeit. Deshalb bei Auftreten von vielen unklaren Symptomen um die Lebensmitte einen Arzt aufsuchen um auch die weitern Jahre ungestört genießen zu können.

 

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