Die Schuppenflechte

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Ca .2% der österreichischen Bevölkerung leidet an einer Schuppenflechte (Psoriasis), eine sehr unangenehme Hauterkrankung, die für die betroffene Person einen unangenehmen Leidensweg darstellt. Befallen werden hauptsächlich Kniekehlen, Ellbögen, Hals und Kopf. Zuerst entzündet sich die Haut, verdickt sich und beginnt schließlich zu schuppen. Diese Hautkrankheit tritt in Schüben auf und kann auch den ganzen Körper befallen. Als Ursache wird eine Autoimmunerkrankung angenommen, die zu einer vermehrten Produktion von Hautzellen führt.
Obwohl eine endgültige Heilung der Psoriasis eher selten ist, gibt es nach gründlicher Anamnese durch den Arzt Behandlungsmöglichkeiten, die die Symptome in Schach halten können und somit die Lebensqualität des Betroffenen verbessern. Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig und man wird beim kleinflächigen Befall zuerst mit Salben versuchen, die entzündungshemmend und abschuppend wirken. Sind die betroffenen Hautareale größer wird mit UV-Licht in Kombination mit einem Medikament (PUVA) versucht. Die Therapie ist sehr zeitaufwendig und kann bis zu 12 Wochen (2-3 x wöchentlich) dauern. Auch Vitamin-A- Säure Präparate stehen zur Diskussion und in besonders hartnäckigen Fällen werden biologische Medikamente, so genannte „Biologicals“ eingesetzt. Dies sind Stoffe, die direkt in den Krankheitsprozess eingreifen. Man kann sie als Antikörper bezeichnen, die Entzündungsstoffe blockieren, die bei der Psoriasis eine Rolle spielen.

Welche Therapie eingesetzt wird, soll der Arzt entscheiden, denn jedes Medikament hat sein eigenes Wirkungs- und auch Nebenwirkungsprofil. Viele Patienten möchten aber auf komplimentärmedizinische Maßnahmen zurückgreifen, da sie sich vor Nebenwirkungen fürchten. Eine alternativmedizinische Therapie wäre die mit den „Knabberfischen“. Dieser rote Saugbarbe zählt zur Familie der Karpfenfische und kommt in der Türkei vor (Kangal in der Türkei ist dafür ein begehrter Kurort). Die betroffene Person liegt in einer Wanne, umgeben von hunderten Knabberfischen, die die Schuppenbelege vom Körper fressen. Es kommt dadurch zu einer Verringerung der Hornschicht und die Haut wird dadurch glatter. Die Behandlungsdauer erstreckt sich über 3 Wochen, bei 2 Stunden täglich in der Wanne. Danach genügt ein Bad je nach Wirkung einmal wöchentlich bis 1 x monatlich. Studien haben ergeben, dass sich bei 90% der Betroffenen ein guter Erfolg eingestellt hat. Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von UV Licht und hoher Salzkonzentration, wie man es bei einer Kur am Toten Meer findet. Eine Diät ist bei Psoriasis nicht notwendig, jedoch ein Verzicht von Alkohol und Vermeidung von Stress.

 

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