Volkskrankheit OSTEOPOROSE

OSTEOPOROSE heißt Knochenschwund!

In den Industrieländer ist Osteoporose (Knochenschwund) zu einer wahren Volkskrankheit geworden. Durch eine Abnahme der Knochenmasse und eine gestörte Knochenarchitektur kommt es zu einer erhöhten Brüchigkeit des Knochens. Am stärksten betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren, etwa jede 3. Frau nach dem 50. Lebensjahre erleidet eine osteoporotische Fraktur. Aber auch Männer sind von dieser Krankheit nicht verschont, jeder 5. Osteoporosepatient ist männlich

Folgen der Erkrankung!

Neueste Studien zeigen, dass sich in der EU alle 30 Sekunden ein Knochenbruch in Folge von Osteoporose ereignet. Oberschenkelhalsbrüche können zu massiven Beeinträchtigungen im Alltag führen, jedes vierte Opfer benötigt zu Hause eine Langzeitbetreuung, die Hälfte der betroffenen Patienten kann nicht mehr alleine gehen. Auch der bekannte „Witwenbuckel“ ist auf Osteoporose zurückzuführen.

Rechtzeitige Diagnose!

Osteoporose ist ein „stiller Knochendieb“, der Knochenverlust schreitet unauffällig und anfangs schmerzfrei voran bis plötzlich ein oder mehrere Knochenbrüche auftreten. Deswegen sollte man frühzeitig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung die persönliche  Knochendichte mit speziellen Messgeräten (DXA) überprüfen lassen. So kann man leicht feststellen, ob und in welchem Ausmaß Osteoporose vorliegt. Diese Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Vorsorge macht Sinn!

Um ein Optimum an Knochenmasse aufzubauen muss mit Vorsorgemaßnahmen bereits in der Jugend begonnen werden, damit um das 30. Lebensjahr die individuell höchstmögliche Knochendichte erreicht werden kann. Dazu tragen regelmäßige körperliche Aktivität zur Stärkung des Skeletts und der Muskulatur, calciumreiche Ernährung und der Verzicht auf übermäßige Mengen Alkohol und Nikotin bei.

Moderne Therapiemöglichkeiten!

Ist die Osteoporose schon weiter fortgeschritten, reichen Lebensstilumstellungen alleine nicht mehr aus. Für diesen Fall gibt es hochwirksame Medikamente zur Senkung des Knochenbruchrisikos. Biphosphonate (z.B. Alendronat, MSD) stoppen den Abbau von Knochensubstanz und fördern den Wiederaufbau. Die Senkung des Risikos von Schenkelhals- und Wirbelkörperbrüchen um etwa 50% konnte für diese Substanzklasse nachgewiesen werden . Diese Medikamente sind gut verträglich und müssen nur mehr einmal pro Woche eingenommen werden. Die notwendige begleitende Calcium-Vitamin D -Therapie ist in der am Markt befindlichen Kombinationspackung bereits enthalten.

Risikofaktoren für Osteoporose!

Sollten Sie ein oder mehrere Frage mit JA beantworten, besprechen Sie das Thema Osteoporose bitte mit Ihrem Hausarzt:

  • Hat ein Blutsverwandter von Ihnen einen deutlichen Rundrücken entwickelt, an Größe verloren oder eine Hüftfraktur erlitten?
  • Hat Ihr Arzt eine verminderte Knochendichte festgestellt?
  • Sind Sie anfällig für Knochenbrüche?
  • Nehmen sie wenig Milch und Milchprodukte zu sich?
  • Betreiben Sie wenig Sport? Betreiben Sie Hochleistungssport?
  • Rauchen Sie mehr als 10 Zigaretten pro Tag?
  • Trinken Sie mehr als ½  l Wein oder 2 Bier pro Tag?
  • Sind Sie vor dem 45. Lebensjahr in den Wechsel gekommen?
  • Mussten Sie über mehrere Wochen eine höherdosierte Cortisontherapie einnehmen?
  • Leiden Sie an einer schweren Nieren - oder Schilddrüsenerkrankung?

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