| Krampfadern! |
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Die blauen, schlängelnden Linien entlang der unteren Extremitäten, auch als „Varizen“ bezeichnet findet man bei ca. 60% der Bevölkerung. Diese Venenprobleme, die als Besenreiser beginnen, können, wenn nicht beachtet über Venenentzündungen, Krampfadern (Varizen) bis hin zu offenen Beinen führen. Dieses Volksleiden ist nicht nur ein ästhetisches sondern vor allem auch ein gesundheitliches Problem. Die Venenwände haben keine eigene Muskulatur, deshalb sind für den Rückfluss des Blutes zum Herzen (ca. 4500 l Blut/Tag) die Muskulatur der Füße, der Wade und der Oberschenkel notwendig. Durch sie werden die Venenklappen zusammengeklappt und das Blut von Klappe zu Klappe Richtung Herz befördert. Diesen Vorgang nennt man Venen-Muskel-Pumpe. Werden die Muskeln nicht aktiviert – bei langem Stehen oder Sitzen- kommt es zum Rückstau des Blutes, die Venenklappen werden auseinandergedrückt, ermüden und die Venenwände dehnen sich langsam aus. Die gestauten Venen werden dann als Besenreiser und später als Krampfadern sichtbar. Wenn sich die Venenklappen nicht mehr schließen, wird der Rückfluss zum Herzen verlangsamt, es kommt zum Versacken des Blutes in den Beinen. Gegen die Vererbung von schwachen Bindegeweben kann medikamentös nichts unternommen werden, auch die Schwangerschaft stellt eine Venenbelastung dar. Aber viele andere Risikofaktoren lassen sich doch mit Erfolg beeinflussen. Besonders bei Jobs, bei denen Sitzen oder Stehen an der Tagesordnung sind, reichen oft 10 Minuten gezielte Bewegung aus, um die Venen-Muskel-Pumpe zu aktivieren. Dazu gäbe es einen Merksatz. “Lieber laufen oder Liegen, als Sitzen oder Stehen“. Im Berufsleben sollte man jede Gelegenheit ausnützen, um Bewegung zu machen. Beispiele dafür wären. Aufstehen beim telefonieren, Stiegen statt den Aufzug benützen, in der Mittagspause nicht sitzen bleiben, sondern einen kleinen Spaziergang anhängen, mit Kollegen in Büroräumen nicht telefonieren, sondern, wenn möglich persönlich kontaktieren. Beim Gehen ist es vorteilhafter nicht mit der gesamten Fußsohle aufzutreten, sondern über Ferse, Sohle und Zehenspitzen abrollen, um die Beinmuskulatur besser zu trainieren. Im Büroalltag keinesfalls die Beine überkreuzen, sondern flach nebeneinander stellen. Zwischendurch können sie die Beine leicht heben und kreisen lassen. Bei Stehberufen möglichst auf enge Schuhe verzichten und auf Schuhe mit gutem Fußbett und kleinen Absatz zurückgreifen. Ein weiteres Hilfsmittel wäre das Anlegen von Kompressionsstrümpfen die von außen das Venen- und Lymphsystem entlasten. Durch den Druck wird die Rückflussgeschwindigkeit des Blutes zum Herzen erhöht, die durch zusätzliche Bewegung noch verstärkt wird. Besonders bei langen Autofahrten und Flügen sollten Stützstrümpfe nicht fehlen. Die heutigen Stützstrümpfe sind nicht nur mehr medizinische Hilfsmittel sondern durch aktuelle Designs für Frauen optisch ansprechbar. |
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