| Juckende Körper |
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Ein chronischer Juckreiz, der einen Menschen plagt ist ein schrecklicher Zustand und kann an Intensität mit einem chronischen Schmerzzustand verglichen werden. Die Ursachen eines chronischen Juckreizes sind sehr vielfältig, daher schwer zu diagnostizieren. Der Betroffene möchte natürlich so rasch als möglich davon befreit werden. Der unangenehme Juckreiz, Pruritus medizinisch bezeichnet, ist eigentlich nichts anderes als eine Reaktion der Haut oder ein Warnsignal, dass unsere Haut mit toxischen oder aggressiven Substanzen in Kontakt kommt, und sich dadurch wehrt. Die Gründe, die jemand zur Verzweiflung bringen kann, können mannigfaltig sein. Es könne Reaktionen auf Parasiten (Läuse, Flöhe), Ekzeme, trockene Haut, Medikamente, Stoffwechselerkrankungen (Leber -und Nierenschaden), Diabetes mellitus, hormonelle, neurologische und psychogene sowie krebsartige Erkrankungen (z.B. Morbus Hodgkin) sein. Das Gefühl sich ständig kratzen zu müssen, treibt den Patienten in die Ordination, in der Hoffnung schnell davon befreit zu werden. Der Wunsch ist aber manchmal schwer zu erfüllen, weil die Ursachen, siehe oben, sehr vielfältig sein können und die Krankheit damit viele Rätsel aufgibt. Aufgabe des Arztes ist es in diesen Fällen nach allen möglichen Krankheitsbildern zu suchen, die lange Zeit in Anspruch nehmen kann. |
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Angefangen von der körperlichen Untersuchung, Hautinspektion, Erhebung genauer Anamnese, bis hin zu Blutuntersuchungen und Entnahme von Hautproben zur histologischen Untersuchung. Der Patient, der vom Juckreiz betroffen ist, wird natürlich leicht ungeduldig ob der langen Findungszeit, und möchte, was verständlich, baldigst davon befreit werden. Es gibt Auslöser, die relativ schnell gefunden werden, andere benötigen eine lange Zeit auf Grund aufwendiger medizinischer Suchteste. Gegenmittel gibt es viele verschiedene, daher ist es schwierig auf Anhieb das richtige Medikament zu finden. In der Praxis führt man eine Stufentherapie durch, bis man jenes gefunden hat, das am besten wirkt und möglichst die wenigsten Nebenwirkungen aufweist. Anwendungen von mentholhältigen Präparaten, Ringelblumensalbe, Pfefferminzöl, Aloe Vera, Kamille können den Juckreiz stark reduzieren. Juckreiz durch Stress ausgelöst, kann erfolgreich mit Autogenen Training behandelt werden. Medikamentös können Antihistaminika eingesetzt werden, die verhindern sollen, dass der Juckreiz von der Haut als Befehl zum Gehirn übertragen wird. Sie helfen jedoch nur in 30% der Fälle. Auch Therapien mit UVA- Bestrahlung können Erfolge zeigen. In seltenen und hartnäckigen Fällen muss man sogar zu opiathältigen Mitteln greifen. Allen Befallenen kann aber leider nicht geholfen werden. Die modernen Arzneimittel sind vielleicht insofern erfolgreich, dass sie den Juckreiz so herabsetzen, dass er erträglich wird, aber die Ursache kann nicht immer bekämpft werden. Besonders schwierig ist die Behandlung bei jenen Patienten, die in einem Wahn leben von Parasiten befallen zu sein (obwohl nicht vorhanden) und sich kratzen bis sie bluten. Diese psychiatrischen Fälle sind extrem schwer zu therapieren. Hier kann nur eine Kombination von einem Dermatologen und einem Psychiater helfen. |
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