Erschöpfungszustände! 

Immer wieder hört man von Patienten „ Ich bin so erschöpft und weiß nicht warum“. Diese Erschöpfungszustände nehmen zu, die Menschen genieren sicht nicht mehr darüber zu reden, was dem Arzt die Behandlung erleichtert. Die Erschöpfung, die eine Form von Müdigkeit darstellt, kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann nach schwerer körperlicher Anstrengung, nach besonderer Belastung, bei zu wenig Schlaf, bei organischen oder psychischen Erkrankungen auftreten. Sie kann aber auch die Folge von einem seelischen Stress oder einem Burn-out Syndrom sein. Eine kurz dauernde Müdigkeit, ausgelöst durch eine körperliche und geistige Anstrengung oder durch ein Schlafdefizit kann durch eine Erholungsphase relativ rasch überwunden werden. Tritt jedoch die Erschöpfung bei geringer Belastung oder schon morgens auf, ist dies unbedingt medizinisch abzuklären. Dies erfolgt durch eine internistische Durchuntersuchung und/oder psychologischer Abklärung. Die häufigsten Ursachen einer chronischen Müdigkeit können sich von Blutarmut über chronische Infektionen, Herz- und Lungenerkrankungen, Störung des Hormonhaushaltes, Krebserkrankungen, Depressionen, Alkoholmissbrauch bis hin zum Schlafapnoe Syndrom (nächtliche Atemaussetzer) erstrecken. Zur Abklärung dieses Krankheitsbildes sollte eine umfassende ärztliche Untersuchung mittels EKG, Spirometrie (Lungenfunktion), Blutdruckmessungen, Labor und Allergieaustestung durchgeführt werden. Wenn der Verdacht einer Schlafapnoe vorliegt, ist eine Abklärung in einem Schlaflabor angebracht. Auch die psychische Situation sollte im Bezug auf diese Erkrankung in Betracht gezogen werden. Eine organische Ursache muss man schnell und suffizient behandeln lassen. Bei den Ergebnissen von solchen Untersuchungen liegen schwere Erkrankungen meistens in der Minderheit.

Die Behandlung Müdigkeit kann auf 5 Säulen aufgebaut werden.

1. Regelmäßige sportliche Aktivitäten um das Immunsystem zu stärken. Dazu gehören Laufen, Radfahren, Schwimmen, Skilanglauf und Golfen. Bewegung an frischer Luft mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr, genügend Schlaf (ca.7 Stunden) und ausgewogen Ernährung können die Müdigkeit bekämpfen.
2. Zufuhr von ausgewogener Ernährung, die reich an Kohlehydrate und Ballaststoffe aber fettarm sein soll. Die Mischkost soll ausreichend Obst, Gemüse, Salate, Kartoffel, Reis und Teigwaren enthalten, nicht zu vergessen ist auch eine reichliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 - 2 l pro Tag. Große Portionen eingenommen machen ebenfalls müde.
3. Stärkung des Immunsystems (neben Sport und Ernährung) durch Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen, die den Zellstoffwechsel beschleunigen und Giftsubstanzen aus dem Körper entsorgen. Auch Saunabesuche helfen gegen die Müdigkeit (Entschlackung).
4. Ein ausgebrannter Körper braucht Ruhe und Erholung, also genügend Schlaf (7 – 8 Stunden), Vermeidung von übermäßigem Stress, denn dauernder Stress kann einen Körper auslaugen. Entspannungsübungen wie Yoga oder Autogenes Training tragen zur Stärkung des Körpers und auch der Psyche bei. Ein Aufenthalt in der Sonne (aber nicht zu lange) fördert die Produktion von Vitaminen im Körper.
5. Größere Mengen von Alkohol und Nikotin sollte vermieden werden, die ebenso wie bestimmte Medikamente Müdigkeit hervorrufen können. So genannte Aufputschmittel wie Kaffee oder Tee helfen nur kurze Zeit, können aber im Überfluss genossen andere Störungen im Organismus hervorrufen.

Bekämpfen Sie also die Müdigkeit, wenn kein organisches Grundleiden vorliegt mit Änderung Ihres Lebensstils.

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