Energie aus dem Wald! 

Mit der ersten Verfärbung der Blätter unserer Wälder beginnt die Schwammerlzeit und die Pilzsucher schwärmen aus, um Speisepilze wie Eierschwammerln, Steinpilze und viele andere Essbare zu sammeln. Pilze sind nicht nur eine Abwechslung am Speiseplan, sondern auch gesund. Sie enthalten nämlich hochwertiges Eiweiß und fast kein Fett. Neben Eiweiß sind in den Pilzen wertvolle Vitamine, wie B – Vitamine und Vitamin D, sowie viele Ballaststoffe enthalten. Vitamin B hat eine positive Wirkung auf das Nervensystem, Vitamin D ist wichtig für den Knochenbau und die Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an. Substanzen, die das Immunsystem stärken und diverse Mineralstoffe sind ebenfalls Bestandteile von den Schwammerln.

Beim Sammeln ist jedenfalls darauf zu achten, nur die zu pflücken, die man auch  100% als essbare Pilze erkennt. Daher ist die Kenntnis der Pilze ist eine absolute Voraussetzung.. Auch durchnässte Pilze sollte man stehen lassen, da diese nur sehr kurz haltbar sind. Beim Sammeln werden die Pilze aus dem Boden gedreht und nicht rausgerissen, um das Mycel nicht zu verletzen, denn das „Schwammerl“ ist nur die Frucht des Pilzes über der Erdbodenoberfläche, der Pilz besteht aus einem reichlich verzweigten, unter der Oberfläche befindlichen Mycel.

Pilze sind nicht lange haltbar und sollten deshalb so schnell wie möglich verarbeitet oder verspeist werden. Es ist auch möglich diese einzufrieren, in Essig und Öl einzulegen oder in Scheiben geschnitten zu trocknen, um sie im Winter als geschmackvolle Beilage zu verwenden. Wer sich bei Pilzen nicht genau auskennt sollte sehr vorsichtig sein, denn der Unterschied zwischen giftigen und ungiftigen ist für einen Laien oft schwer zu erkennen. In diesem Fall ist der Erwerb der Pilze in einem Fachgeschäft vorzuziehen und beim Wandern durch den Wald sollte man sie eher als Bestandteil der Natur genießen. Es gibt auch Pilzberatungsstellen, deren Fachleute sofort giftige Schwammerln aus Ihrer Sammlung erkennen und entfernen. Befällt einem nach Genuss einer Pilzmahlzeit Übelkeit und Schwindel, rate ich nicht länger zu warten, sondern sofort ein Krankenhaus aufzusuchen. Symptome einer Vergiftung können auch Durchfall, Fieber und Bauchschmerzen sein.In Europa gibt es ca. 6000 Arten von Pilzen, davon sind 200 essbar, 150 giftig, der Rest ungenießbar. Der giftigste Pilz, der 90% zu Tode führt, ist der grüne Knollenblätterpilz. Trotzdem lassen sie sich nicht abhalten im Herbst den Speiseplan mit Pilzgerichten selbst gesammelt oder erworben aufzuwerten.

 

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