| Das Wunder Gehirn! |
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Wer ärgert sich nicht oft über die sogenannte „Vergesslichkeit“. Wo liegt mein Wohnungsschlüssel? Wo liegt mein Handy? Habe ich es verloren oder wo vergessen? Diese Situationen kommen häufig vor, sind aber nicht beunruhigend, da das Gehirn, wenn zu viele Informationen einfließen, kurz abschaltet. Verständlich, da es doch 24 Stunden aktiv ist und Hochleistungen vollbringt. Die Tätigkeit des Erinnerns besteht in der Sammlung von Erfahrungen (mit Hilfe seiner Sinne), die mit bereits gespeicherten Sinneseindrücken verglichen werden. Je öfter dies passiert, umso länger wird dies im Langzeitgedächtnis gespeichert. Das Vergessen ist daher ein ganz normaler Prozess. Das Gehirn schützt sich selbst vor massiven Datenstau und speichert nur das Wichtigste ab. Ein einzelner Vorgang( z.B. Wählen einer Telefonnummer) wird im Kurzzeitgedächtnis gespeichert und mit der Zeit wieder verworfen. Aber ein einschneidendes Erlebnis (z.B. Verbrennung) kann ausreichen, um im Gedächtnis gespeichert zu werden. |
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Das bedeutet, dass Informationen vorübergehend im Kurzzeitgedächtnis gespeichert werden, manche wenn oftmalig auftreten, gehen ins Langzeitgedächtnis über, auf diese können auch später zurückgegriffen werden. Was wir dem Gedächtnis gezielt zuführen, sind Gesichter, Bilder, Erlebnisse und Wörter, Dieses Faktenwissen kann verblassen wenn wir es nicht benützen. So kann z.B. nicht mehr aktiviertes Schulwissen aus dem Gedächtnis verschwinden Praktische Übungen wie Schwimmen, Autofahren oder Schreiben gehen nicht verloren, auch wenn man über längere Zeit pausiert. Dies ist typisch für das „implizite“ Gedächtnis, das verantwortlich dafür ist, dass wir Gefahren richtig einschätzen können. Meistens ist eine Gedächtnisschwäche mit einer mangelnden Konzentrationsfähigkeit verbunden. Wird jemand bei einer konzentrierten Tätigkeit durch ein akutes Geschehen (lautes Radio, Telefon) gestört, ist es mit der Konzentration vorbei. Wenn mehrere Dinge auf einen arbeitenden Menschen einwirken, wird die Konzentration zu einer Schwerarbeit, denn das gleichzeitige Erledigen von mehreren Aufgaben bedeutet eine Höchstleistung für Konzentration und Gehirn. Es gibt Menschen, die sich bewusst auf eine Sache konzentrieren können, man nennt das selektive Aufmerksamkeit, die dazu führt, diese Inhalte besser zu behalten. Unser Gehirn wiegt 500 Gramm und besteht aus ca. 500 Milliarden Nervenzellen. Die Speicherkapazität liegt bei 2-3 Pentabyte. Das Gehirn bietet fast unendliche Möglichkeiten, muss jedoch wie ein Muskel ständig trainiert werden. Denn Menschen, die ständig geistig rege, aktiv und sportlich sind haben ein besseres Gedächtnis. |
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Das bedeutet, ein schlechtes Gedächtnis kann trainiert werden, Beim Gedächtnistraining ist das Assoziieren ein wichtiges Element, gemeint ist damit „Eselsbrücken“ aufbauen. Eine weitere gute Übung ist die „Wortfindung“, wo man versuchen soll, aus einem Begriff möglichst viele Wörter zu bilden. Diese Übung erlaubt den Wortschatz zu erweitern, der mit zunehmendem Alter enger wird, aber gleichzeitig wird die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Aber auch Sozialkontakte sind wichtig. Hier führen Gespräche, Zuhören, eigene Meinungen bilden zu einem gut funktionierenden Gedächtnis. Das Auflösen von Rätseln führt zu einem Gehirnfitness, dazu gehören auch Rätsel für kreatives und logisches Denken, denn die Kreativität ist kein Talent sondern Übung. Sie dienen alle zur Auflockerung der grauen Zellen. |
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Verzagen Sie nicht an Ihrer Vergesslichkeit oder Gedächtnisschwäche, sondern versuchen Sie ihr Gehirn zu trainieren, auch mit Dingen, die Ihnen leicht fallen. |