Diabetes mellitus Typ2! 

Der Typ 2 Diabetes hat sich in letzten Jahren zu einer der größten medizinischen Problemerkrankung entwickelt. Nachdem ca.500.000 Österreicher daran leiden kann diese Krankheit ohne zu übertreiben als „Volkskrankheit“ bezeichnet werden.

Es ist anzunehmen, dass die Zahl der Neuerkrankten sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. Man rechnet auch mit einer hohen Dunkelziffer von noch nicht entdeckten Diabetiker. Diese Erkrankung führt ohne wirksame Behandlung zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfälle, Nierenversagen (Dialyse), Erblindung sowie zu einer schweren Durchblutungsstörung in den Beinen, die im schlimmsten Fall zu einer Amputation führen kann.

Früher wurde der Typ 2 Diabetes als Altersdiabetes bezeichnet, doch heute weiß man, dass dies weniger mit dem Alter zu tun hat, als mit der falschen Ernährung, dem Übergewicht (schon bei Jugendlichen) und dem Bewegungsmangel. Deshalb findet man diese Erkrankung immer häufiger schon bei Jugendlichen. Eine Kombination von mehreren Risikofaktoren, wie erhöhter Blutdruck, hohe Blutfettwerte, Übergewicht und Störung im Zuckerhaushalt werden als metabolisches Syndrom bezeichnet. Die Störung verursacht über längere Zeit keine Symptome, daher wird diese Erkrankung oft erst nach einem akuten Geschehen (z.B. Herzinfarkt) entdeckt. Deshalb sollten in gewissen Abständen die Blutzuckerspiegel gemessen werden, besonders bei Personen, die einer Risikogruppe angehören, um frühzeitig diese Krankheit zu erkennen. Der morgendliche Nüchternblutzucker liegt zwischen 70 und 110 mg% und soll 120 mg% vor dem Essen nicht überschreiten. Wenn jedoch die Nüchternwerte 130 mg% und die Werte nach dem Essen (ca.1 Stunde danach) 200 mg% übersteigen, sprechen wir bereits von Diabetes mellitus. Anfangs ist genug Insulin vorhanden, teilweise wird zu viel produziert, die Zellen des Körpers verwerten das Insulin jedoch nicht mehr richtig.

Der morgendliche Nüchternblutzucker liegt zwischen 70 und 110 mg% und soll 120 mg% vor dem Essen nicht überschreiten. Wenn jedoch die Nüchternwerte 130 mg% und die Werte nach dem Essen (ca.1 Stunde danach) 200 mg% übersteigen, sprechen wir bereits von Diabetes mellitus. Anfangs ist genug Insulin vorhanden, teilweise wird zu viel produziert, die Zellen des Körpers verwerten das Insulin jedoch nicht mehr richtig. Nach Jahren kommt es zum Erliegen der Insulinproduktion, der Blutzuckerspiegel steigt an.

Kommt es zu keiner Änderung des Lebensstils muss leider medikamentös eingegriffen werden. Dafür gibt es zahlreiche Medikamente aus verschieden Substanzgruppen. Die Substanz Metformin (zB.Glucophage) zeigt gute Ergebnisse beim Typ 2 mit Übergewicht. Die Gruppe Sulfonylharnstoffe (z.B Diamicron) hat ebenfalls einen hohen Stellenwert in der Behandlung. Reicht eine Gruppe nicht aus, muss auf eine Kombinationstherapie zurückgegriffen werden, um einen Blutzucker Langzeitwert, genannt HbA1c unter 7% zu erreichen. Gelingt dies jedoch nicht sollte der Erkrankte an ein Diabeteszentrum überwiesen werden. Auch hier gilt wie in vielen Fällen „Vorbeugen ist besser als langwierige BEHANDLUNG“, um Risikofaktoren wie Übergewicht, erhöhter Blutdruck, erhöhte Blutfettwerte und Bewegungsmangel nicht aufkommen zu lassen.

 

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