Das Leben mit der Prostata! 

Die Prostata gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen und hat in den jungen Jahren (20-30 jährige) die Größe eine Kastanie. Die Prostata

umschlingt den Harnleiter knapp unter der Harnblase. Ihr Gewicht liegt bei ca.20 Gramm, und besteht hauptsächlich aus Drüsengewebe und Bindegewebe. Sie produziert eine weißliche, trübe Flüssigkeit, die bei der Ejukalation dem Samen beigemengt ist. Außerdem münden in die Prostata die Samenstränge von den Samenblasen im Hoden. Die Prostata ist ein Organ, das im gesunden Zustand nicht wahrgenommen wird. Erst bei Erkrankungen des Drüsenorgans kommt es zum Auftreten unangenehmer Symptome. Eine Erkrankung, die in jedem Alter auftreten kann, ist die Prostatitis. Diese akute Entzündung äußert sich im häufigen Harndrang, etwas Brennen beim Harnlassen und Schmerzen, die bis in den Hoden ausstrahlen können. Eine schnell eingeleitete Therapie kann helfen. Versäumt man jedoch die Behandlung führt dies zu einer chronischen Prostatitis, an der man Monate leiden kann. Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente und Wärmetherapie können zum Heilerfolg führen.

Die Prostata bleibt jedoch nicht gleich groß. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt sie unter Einfluss des Hormons Testosteron gutartig zu wachsen. Durch

das Wachstum kommt es zu einer Komprimierung des Harnleiters, dadurch zu häufigen Harndrang, nächtlichen Harnlassens und Unterbrechung des Harnstrahles. Leider nehmen viele Männer diese Symptome jahrelang in Kauf und suchen keinen Arzt (oder Urologen) auf. Mit gezielten Medikamenten wäre es möglich das Wachstum der Prostata zu verzögern oder rückgängig zu machen, und die Lebensqualität zu verbessern. Ohne Medikamente kann das Wachstum fortschreiten und der Harnweg weiter verengen, so dass meistens eine Operation durchgeführt werden muss. Die häufigste  Methode ist das „Hobeln“, das Abtragen von Prostatagewebe in Schichten mittels einer unter Hochfrequenzstrom stehende Schlinge. Ist sie stark vergrößert wird die Operation über einen Bauchschnitt durchgeführt. Bei diesen Methoden wird die Drüse nicht entfernt, dadurch bleibt die Potenz erhalten und der Patient bleibt kontinent (verliert keinen Harn). Die beim Geschlechtsverkehr erfolgte Ejukalation erfolgt aber nach dieser Art der Operation in die Harnblase.

Neben der gutartigen Vergrößerung gibt es natürlich auch ein bösartiges Wachstum der Prostata. Die Symptome sind gleich, so dass in diesem Stadium von außen kein Unterschied erkennbar ist. Deshalb führt die regelmäßige Untersuchung und damit frühzeitige Erkennung auch zu einem sehr guten Behandlungserfolg. Neben der rektalen- und Ultraschall Untersuchung ist die Bestimmung des PSA (Prostata spez. Antigen) Wertes von großer Wichtigkeit. Denn die Erhöhung des Wertes kann  auf eine bösartige Veränderung der Prostata hinweisen. Da das Wachstum des Karzinoms in den Außenschichten der Prostata beginnt, wird bei Erhöhung eines PSA Wertes eine Gewebsprobe (Prostatabiopsie) über den Mastdarm entnommen. Ergibt der histologische Befund ein Karzinom, so kann die operative Behandlungsmethode zu einem positiven Heilerfolg führen, and auch das Sexualleben erhalten. Der Erfolg ist natürlich wesentlich abhängig vom Zeitpunkt des Erkennens. Je früher umso höher die Erfolgsrate. Auch Männer kommen in den Wechsel und sollen sich wie die Frauen von einem Arzt ihres Vertrauen untersuchen lassen.

Deshalb: Ab 50 Jahre regelmäßig  PSA und urologische Kontrollen  jährlich!