| Arthrosen |
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Die Gelenksabnützung, in der Fachsprache Arthrose genannt ist die häufigste Gelenkserkrankung überhaupt. Ca. 600.000 Österreicher und Österreicherinnen leiden daran. Auf Grund der Häufigkeit kann man diese Erkrankung auch als Volkserkrankung bezeichnen. Mehr als 50% der Betroffenen sind über 60 Jahre alt, man findet jedoch bereits ab 30 Abnützungen in den Gelenken. Die Vielzahl der Gelenke im menschlichen Körper ist verantwortlich, dass ca. 200 Knochen des Skelettes bewegt werden können. Damit dies schmerzfrei geschieht sind ein intakter Gelenksknorpel und ein Flüssigkeitsfilm im Gelenksraum notwendig. Der Gelenkknorpel fungiert als Stoßdämpfer und schützt den Knochen vor harten Stößen. Schwindet das weiche Knorpelmaterial, liegt der Knochen frei (es reibt dann Knochen an Knochen), die Beweglichkeit ist beeinträchtigt und schmerzhaft. Alle Gelenke können von der Abnützung betroffen sein, am häufigsten die, die am meisten beansprucht werden. Dazu zählen die Hand – und Fingergelenke mit ca.40%, die Kniegelenke mit 40% und die Hüftgelenke mit 10%, der Rest entfällt auf andere Gelenke. Die häufigste Ursache einer Arthrose ist die dauernde Überbeanspruchung des Gelenkes durch einseitige Belastungen. Dazu zählt man extreme sportliche Tätigkeiten, aber auch Fehlhaltung am Arbeitsplatz. Übergewicht beansprucht ebenfalls die Gelenke verstärkt und führt somit zum Knorpelabbau. Nicht nur Überbeanspruchung sondern auch extremer Bewegungsmangel (stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm – besonders Kinder) führt über schwach ausgebildete Muskulatur zu verstärkter Belastung der Gelenke. Die Abnützung bleibt lange unbemerkt, Schmerzen treten erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Deshalb ist es wichtig auf die ersten Symptome zu achten und ernst zu nehmen, um damit frühzeitig mit der Behandlung beginnen zu können. Dazu zählen Gelenkssteifigkeit am Morgen, Gelenksgeräusche bei Belastungen, eingeschränkte Bewegungen in den Gelenken und auch Kraftlosigkeit. Ist es einmal soweit, sollte mit einer Therapie raschest begonnen werden. Neben der medikamentöse Therapie ist Bewegung (wen auch am Anfang schmerzhaft) angebracht, denn sie verstärkt die Muskulatur und führt damit zur Entlastung des Gelenkes. Bei Kniearthrose ist Radfahren und Nordic Walking, bei Hüftarthrosen Heilgymnastik sinnvoll. Sämtliche physikalische Therapiemöglichkeiten können zusätzlich ausgeschöpft werden. Bei der medikamentösen Therapie sollten jene Präparate angewendet werden, die den weiteren Knorpelschaden verhindern und Beweglichkeit verbessern. Dazu gehört bei großen Gelenken die Einbringung von Hyaluronsäure mittels Injektionen, um über den Knorpel eine Schutzschicht aufzubauen und damit die Abnützung zu verzögern. Auch kleine Gelenke kann man damit erfolgreich behandeln. In Verbindung mit einer Magnetfeldtherapie oder Laser erzielt man gute Erfolge, da die entzündlichen Veränderungen sich rascher zurückbilden. Neben den Injektionen gibt es auch als orale Form Medikamente, die Chondroitin – und Glucosaminsulfat enthalten um einen Knorpelschutz aufzubauen, deren Wirkung aber erst nach Wochen eintritt. Es wird empfohlen diese Therapie 3 Monate durchzuführen und anschließend eine ebenso lange Pause einzuhalten. Liegt eine schmerzhafte Entzündung vor, gibt es eine Reihe von Antirheumatika, die zu einer Schmerlinderung führen und die Beweglichkeit verbessern. Die beste Vorbeugung um eine Arthrose hinaus zu zögern ist die regelmäßige Bewegung um die Muskulatur zu stärken. |