Allergien - erkennen & behandeln! 

Kaum hat sich der Körper von den grippalen Infekten in der kalten Jahreszeit erholt, treten mit dem Beginn der warmen Jahreszeit bei vielen Menschen die allergischen Erscheinungen auf. Studien bestätigen, dass die Anzahl der allerg. Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten massiv zugenommen haben. Auf Grund der vielfältigen Nachweismethoden scheint die Tendenz anzuhalten. Allergie bedeutet nicht, wie viele annehmen eine Schwäche, sondern eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Harmlose Eiweißbestandteile, die in den Körper eindringen werden als Feind angesehen. Der Körper reagiert mit einer massiven Abwehr, dadurch wird Histamin frei, das wiederum zu Atemnot, Schnupfen, Ausschläge oder Durchfälle führen kann.

Beim Auftreten unterscheidet man eine sofortige Reaktion, wie man sie bei Kontakt mit Pollen sieht oder eine spätere Reaktion, die man bei Nahrungsmitteln oder Medikamenten beobachten kann. Dabei gibt es leichte und schwere Formen der Allergie, in seltenen Fällen kann sie zum Tod führen (z.B. Wespenstichallergie). Ferner unterscheidet man auch inhalative und Kontaktallergie. Über die Ursache dieser Überreaktion des Körpers auf die harmlosen Eindringlinge gibt es keine wissenschaftliche Aussage. Man begnügt sich mit Theorien. (Umweltbelastung, Stress, soziales Umfeld). Auch das Alter spielt  beim Auftreten der Allergie keine Rolle. Es kann plötzlich sowohl beim Jugendlichen oder auch im Alter auftreten.

Die häufigste inhalative Allergie ist die Katzenallergie, Hausstaubmilbenallergie und die Pollenallergie. Am meisten zugenommen hat die Pollenallergie, wahrscheinlich verantwortlich durch die Verlängerung der Pollensaison in den letzen Jahren. Der Nachweis einer Allergie erfolgt in Speziallabors, einerseits durch einen Hauttest, andererseits durch eine Blutuntersuchung. Durch die Blutuntersuchung kann zwischen einer Sofortallergie und einer  Spätallergie unterschieden werden. Bei einer Sofortallergie steigt ein bestimmter Wert, genannt IGG stark an, bei Spätallergien der IGG Wert. Je höher der Wert, umso stärker die Allergie.

In den letzten Jahren hat sich in der Therapie vieles getan. Einerseits steht uns eine Desensibilisierung, andererseits eine medikamentöse Therapie zur   Verfügung. Bei der Desensibilisierung werden dem Körper jene Stoffe in sehr verdünnter Form als Injektion zugeführt, auf die er sonst allerg. reagiert. Man steigert die Dosis langem, damit der Körper sich an das Allergen gewöhnen kann. Diese Art der Therapie erstreckt sich über Jahre. Neben dieser Therapie gibt es die symptomatische Behandlung mit Antiallergika (von denen es viele am Markt gibt) und cortisonhältige Präparate. Sie helfen nicht gezielt, sondern vermindern die Reaktion des Körpers auf den Eindringling. Wenn eine medikamentöse Behandlung durchgeführt wird, sollte diese auch konsequent und nicht nach Bedarf ausfallen.

Auch der Einbau von Pollenfilter im Auto oder pollendichtes Vlies bei Fenstern kann sehr hilfreich sein. Spezialreinigungen von Teppichen und Matratzen sind bei Hausstaubmilbenallergie nicht effektiv, da die Milben im Gewebe haften und warme , feuchtre Umgebung (Bett) bevorzugen. Sinnvoller sind milbendichte Überzüge. Alternative Maßnahmen wie Bioresonanz, Elektroakupunktur nach Voll, Applied Kinesiology oder Laserakupunktur zeigen keine medizin. fundierten Heilerfolge.

Wichtig! Je früher Sie Ihren Arzt aufsuchen und mit der Behandlung beginnen, umso leichter ertragen Sie die Allergie.